Siebenköpfige Delegation aus Südkorea an der FHM Bielefeld
Das Yeungnam University College liegt im Süden Südkoreas, nahe der Millionstadt Daegu und entspricht in seiner Größe – was Professoren- und Studierendenzahl betrifft – den ziemlich genau Dimensionen der FHM. Dies kann natürlich nur ein oberflächlicher Grund dafür sein, dass am 15. August ein Memorandum of Understanding unterschrieben worden ist, welches eine zukünftige Partnerschaft vorsieht beider Institutionen vorsieht.
Die insgesamt siebenköpfige koreanische Delegation unter der Leitung von Professor Chun-Shik Kim hatte bereits ein ausgedehntes Besuchsprogramm an der SBH in Paderborn und im Benediktinerkloster Meschede hinter sich, als sie schließlich am Abend gemeinsam mit der Rektorin der FHM, Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Anne Dreier und dem höchsten Vertreter der Delegation, Herrn Dekan Yonghyun Kwon, jenes Dokument unterzeichnete, das eine Partnerschaft im Bereich der Berufsvorbereitung für südkoreanische Absolventen vorsieht, die eine Zukunft im deutschen Arbeitsmarkt anstreben. Stichwort: „Fachkräftemangel im deutschen Mittelstand“.
Das Yeungnam University College, das insbesondere im technischen Bereich, einschließlich IT und Maschinenbau ausbildet, bietet hierfür das passgenaue Ausbildungsportfolio. Die FHM wiederum spielt ihre Stärken im Wissen um die Bedürfnisse der Unternehmen in OWL und in Deutschland insgesamt aus. Genau hierauf zielt auch die zukünftige Zusammenarbeit: in einem Jahr koreanische Bachelorabsolventen sprachlich und interkulturell an der FHM fortzubilden, um ihnen ein erfolgreiches Matchmaking im deutschen Mittelstand zu garantieren.
Dies ist der FHM schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie mit zwei südkoreanischen Gruppen gelungen, deren Teilnehmer durch das Programm PSP Professional allesamt eine Berufsperspektive in der deutschen Wirtschaft erlangt haben. Dies soll nun mit dem Yeungnam University College aus Daegu wieder erfolgreich weitergeführt werden, nachdem sich insbesondere asiatische Länder während der letzten beiden Corona-Jahre international deutlich abgeschottet hatten.
Doch nun in Zeiten aufkommender wirtschaftlicher Unwägbarkeiten wird die Zusammenarbeit mit technologie- und innovationsstarken Ländern wie Südkorea, die für Marktwirtschaft und Freihandel einstehen und sehr erfolgreich in gute Ausbildung investieren immer wichtiger, um die Krisen der nahen Zukunft zu meistern und hochpotente Fachkräfte für Deutschland zu gewinnen.